Les femmes queers prennent des vacances!   Las mujeres queer nos vamos de vacaciones!
Queer women take a holiday!
Queere frauen machen urlaub!      
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Liebe Freundinnen,

Seit vielen Jahren – seit ich mich als lesbisch/queer geoutet habe – habe ich mir Gedanken gemacht über die visuelle Repräsentation von queeren* Frauen in der Alltags-Kultur, visuellen Medien, den Medien überhaupt und dem öffentlichen Raum. Ich habe oft mit der Idee gespielt, Bilder zu machen, die die intimen und alltäglichen Erfahrungen von Frauen spiegeln, die Frauen lieben. 

In Indien lebend, war dies oft eine schwierige Angelegenheit, weil es für Frauen extrem problematisch ist OUT (sichtbar) zu sein, aus verschiedenen Sicherheitsgründen; es kann zum Jobverlust führen, zum Verlust der Wohnung, zur Zerstörung der Beziehung mit unserer Familie, mit FreundInnen und überhaupt unserer sozialen Beziehungen und unserer Mobilität. Das ist so für queere Frauen in vielen Teilen der Welt. Deshalb, - wenn wir von uns Selbstportraits machen, oder intime Fotos von uns oder unseren Partnerinnen und FreundInnen, Aufzeichnungen des täglichen Lebens etc., - bleiben diese meist beschränkt auf unser Privatleben und werden nur mit einer Handvoll Menschen geteilt. 

Wie könnte ein breites Spektrum von Bildern queere Frauen, aus verschiedenen Teilen der Welt, repräsentieren? Bilder die uns spiegeln, unsere Liebsten, Partnerinnen, Familien, alternative Familien etc. und dabei Geschlechtsrollen (Gender), Sexualität, Herkunft, Kultur, Fähigkeiten und Alter reflektieren? Eine mögliche Antwort kam mir, als ich mir Urlaubsbilder von Freundinnen anschaute, Bilder, die sie von sich gemacht haben (Selbstportraits), in der Dämmerung am Strand. Ich freute mich so, einfach Bilder von einem Dyke- (Lesben-)Pärchen im Urlaub zu sehen! 

Das ist es:  Queere Frauen machen Urlaub! Bilder, die wir für uns gemacht haben – Aufzeichnung und Dokumentation von unseren Leben – so wie wir es entscheiden zu machen. Deshalb bitte ich euch, mir mindestens ein Urlaubsbild von euch zu schicken – allein, mit eurer/n (ehemaligen oder aktuellen) Liebsten, Partnerin/nen, Bekannten, FreundInnen oder Familie. Ich schlage vor, dass ich die Bilder, die ich von euch bekomme in einem Buch sammele (noch habe ich keinen Verleger, aber ich suche danach) und eventuell auch in einem Netz (web-) Archiv. 

Um sicher zu stellen, dass auch Bilder von Frauen dabei sein können, für die es nicht sicher ist, ihr Gesicht zu zeigen, schlage ich ein paar Möglichkeiten vor (siehe unten!). Für mich ist es sehr wichtig, dass dieses Projekt die Gefahr der Sichtbarkeit widerspiegelt, die sie für so viele von uns bedeutet. In bestimmten Ländern oder Gegenden, oder innerhalb unserer Familienstrukturen wird unsere erzwungene Unsichtbarkeit benutzt, um unsere Existenz zu verleugnen. Jetzt ist es an der Zeit, dies zu verändern! 

Möglichkeit 1. Die Gesichter werden unscharf gemacht (s.A. Nr.1)
Möglichkeit 2. Die Gesichter werden ausgeschnitten und bleibenweiß/schwarz, oderirgendeine andere einfache Farbe(s.A.Nr.2)
Möglichkeit 3. Du kannst dir ein Gesicht auswählen von einer bekannten Persönlichkeit, die du als Maske über deinem Gesicht haben willst                     (s.A.Nr.3)
Möglichkeit 4. Das ganze Foto, so wie es ist.

Die Fotos können in folgenden Formaten geschickt werden 

• Original Foto (kleinste Größe Postkartenformat, größte Größe DIN A4)
• Digitale Scans oder Bilddateien als TIFF/JPEG mit mindestens 5x7 cm und 300 dpi
• Falls die Dateien zu groß sind, und es Schwierigkeiten gibt, sie im Anhang zu verschicken, kannst du sie mir auch hierhin schicken:    http://www.yousendit.com
• Bitte schicke alle Fotos mit einem Titel, Ort und Jahr. Es wäre auch gut, wenn du aufschreiben könntest mit welcher Gegend oder welchen Ländern (oder womit) du dich identifizierst.
• Falls du entscheidest, eine Maske von einer öffentlichen Person für dein Foto zu nehmen, bitte schicke ein Referenzbild von dieser Person: gedruckt, als Bilddatei oder als URL-Adresse.
• Wenn möglich, teilen Sie in einigen Zeilen, warum warum Sie beschließen, Ihr Gesicht zu verbergen
• Außerdem schicke mir bitte deine E-Mail Adresse oder Post Adresse oder eine Möglichkeit, dich zu erreichen für spätere Korrespondenz
• Alle Fotos bitte an: queerwomentakeaholiday@gmail.com oder per Post an eine dieser Adressen:

Tejal Shah
304 Gera Chambers
Off Boat Club Road
Pune 411 001
India

Bitte seid versichert, dass dieses Projekt mit der größten Vorsicht behandelt wird – mir ist die Sicherheit als entscheidende Voraussetzung bewusst.

Über mich selbst

Mein Name ist Tejal. Ich bin eine queere, feministische Aktivistin aus Bombay, Indien. Ich war Teil von verschiedenen autonomen Gruppen: Forum gegen Frauen-Unterdrückung (FAOW) und Stree Sangam – Lesben und Bisexuelle in Aktion (LABIA). 2003 war ich Mit-Begründerin und –Organisatorin von Larzish, Internationales Filmfestival zu Sexualität und Gender-Vielfalt, in Bombay.

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 [1] Ich benutze den Begriff queere Frauen, um verschiedene Identitäten einzuschließen: lesbisch, bisexuell, transgender, transsexuell, intersexuell, methi und hijra. Mir ist bewusst, dass noch andere kulturell spezifische Begriffe von queeren Frauen benutzt werden, um sich selbst zu benennen.

 PS: Bitte leitet diese E-Mail so breit wie möglich weiter, und falls ihr sie noch in eine weitere Sprache übersetzt, bitte schickt mir eine Kopie der übersetzung

     
   
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